Kreativer Freitag: Wenn man EINMAL anfängt!

Wennmaneinmalanfängt

Liebe Kreativbande!

Mittwoch dachte ich, es wäre Donnerstag, Donnerstag dachte ich, es wäre Freitag und heute dachte ich, es wäre gestern. Also Donnerstag? Man weiß es nicht, fest steht nur: HEUTE ist dann doch Freitag, und zwar Kreativer Freitag! Und das Thema der Woche ist: Wenn man EINMAL anfängt!

Vielen Leute geht das ja zum Beispiel so, wenn sie Chips essen. Oder wenn vor dem Tatort die Nüsskes auf den Tisch kommen. Man will ja nur EINMAL in die Schüssel greifen, wegen der Geselligkeit, und zack!, hat man sich die Energie reingepfiffen, mit der eine Rotte Neandertaler über den Winter kommen musste. Oder man fängt an, etwas zu sammeln. Bierdeckel aus aller Welt, Eierbecher mit lustigen Tierfüßen oder vielleicht sogar Kunst! Und man kann einfach nicht mehr aufhören! Wenn man doch nie angefangen hätte …

Mir geht es ja so mit dem Malen und Bloggen. Besonders mit so tollen Lesern wie euch. Deswegen habe ich auch beschlossen, dass der Kreativkick umziehen wird auf eine Power-Domain, mit erweitertem Programm und mehr Bildern „für zum Gucken“. Und seit ich EINMAL angefangen habe, kann ich nicht mehr aufhören, an dem neuen Blog zu basteln.

Womit könnt ihr nicht mehr aufhören, wenn ihr einmal angefangen habt? Tobt euch aus, malt, schreibt, zeichnet, bastelt, fotografiert, singt vor dem Spiegel ins Haarbürsten-Mikro den „Ich kann nicht aufhören Bluhuuuuuus!“ Ich freu mich auf eure Ideen! Und mir fällt gerade ein: Ich hab doch da im Küchenschrank noch irgendwo Nüsskes …

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Kreativer Freitag: Wenn ich DAS vorher gewusst hätte!

Pastell van Gogh Karikatur Cartoon Elisa Groka

Liebe Kreativbande!

Endlich ist wieder Freitag, jiiiehaaaa! Es gibt einen neuen Kreativkick, an dem ihr eure Fantasie wetzen könnt, um bunte Ideen auszubrüten. Und unser Thema der Woche ist: Wenn ich DAS vorher gewusst hätte!

So wie unser Freund Vincent hier. Sein Leben lang war er besessen davon, zu malen und wurde von allen Seiten gemobt. Infantiles Geschmiere, grobes Gekleckse, Vincent musste sich verdammt viel gefallen lassen und hat selbst gar nicht mehr erlebt, dass er in den Olymp der unbezahlbaren Künstler aufstieg. Ob er etwas anders gemacht hätte, wenn er das geahnt hätte? Vielleicht hätte er bei aller Verzweiflung sein Ohr doch lieber dran gelassen. Denn jetzt ist er auch völlig kunstfernen Menschen bekannt als „der mit dem appen Ohr“, nicht als der mit den genialen Bildern, der immer an seiner Kunst festgehalten hat.

Das „Wenn ich DAS vorher gewusst hätte!“ kann aber auch ganz klein und banal sein, so wie meins diese Woche zum Beispiel. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass unsere Heizungsanlage mal wieder ausfällt und wir drei Tage lang keine Heizung und nur eiskaltes Wasser zum Waschen haben, hätte ich mich in der heißen Badewanne nochmal so richtig eingeweicht! 😉

Einmal ertappte mich sogar dabei, wie ich im Fernsehen die Lottozahlen sah und dachte: „Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich doch einen Schein abgegeben!“ Wenn, wenn, wenn …

Welche „Wenn ich das vorher gewusst hätte!“-Momente habt ihr? Und ihr wisst ja: Im Kreativkick ist alles erlaubt! Von der kreativen Umsetzung ernsthafter Erlebnisse bis hin zum absurden Cartoon – tobt euch aus, malt, zeichnet, schreibt, fotografiert, lasst eure Kreativität frei fließen und staunt selbst, was am Ende dabei raus kommt! Hauptsache, es tut euch gut und ihr habt Spaß. Ich bin gespannt, welche Ideen ihr entwickelt und freu mich auf eure Ergebnisse!

Wie du mit Reizwörtern kreative Blockaden auflöst

Karikatur Frau Schmittenköttler Elisa Groka Kohlezeichnung

Frau Schmittenköttler wartet auf den Kuss der Muse – was für ein Frust!

Liebe Kreativbande!

Kennt ihr das auch? Es wäre der perfekte Tag, um künstlerisch aktiv zu werden. „Man“ könnte heute so ein schönes Bild malen, oder eine spannende Geschichte schreiben, mit dem Grafikprogramm spielen oder dem Ton im Materialschrank modellieren, aber irgendwie … Ja, irgendwie fehlt die Idee, um den richtigen Schwung zu entwickeln und einfach loszulegen. Dabei weißt du genau, wie gut es dir tun würde, mal wieder aus dem Alltagsstress auszusteigen, alles andere zu vergessen und im totalen Flow etwas einzigartiges zu erschaffen. Aber der Kuss der Muse will einfach nicht kommen. Was kann man also tun, um die Muse anzulocken?

Musen sind sehr empfindsame Wesen, die sich ungern aufdrängen. Wenn sie das Gefühl haben, dass jemand sich nicht ganz sicher ist, ob er geküsst und inspiriert werden will, lassen sie sich lieber nicht blicken und schenken die Inspiration lieber jemand anderem, der mit Freude etwas daraus machen wird. Denn kreative Ideen sind kostbar und sollen auch ins Leben geholt werden. Wenn die Inspiration also einfach nicht kommen will, müssen wir den Musen zeigen, dass wir es ernst meinen und wirklich kreativ werden wollen. Ein unwiderstehlicher Köder für die zarte Inspiration sind Reizwörter, mit denen du ganz leicht arbeiten kannst, um den Flow herbei zu zaubern.

Was sind Reizwörter und wie funktionieren sie?

Ich gebe zu, für manche Menschen ist schon das Wort „Reizwort“ ein Reizwort. Vielleicht hast du selbst oder mit deinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass das Schreiben von „Reizwortgeschichten“ in der Grundschule regelmäßig zu Tränen und schlechten Noten führte. Vielleicht verbindest du mit Reizwörtern auch ausschließlich Negatives. Es gibt schließlich Reizwörter, auf die viele Menschen aus Erfahrung geradezu allergisch reagieren, besonders, wenn sie in einer Kombination auftreten, die Gefühle auslöst. Schwiegermutter – Besuch – Kritik zum Beispiel ist für viele eine Wortkette, die unangenehme Assoziationen auslöst! Scheidungsanwalt – Sorgerecht – Schulden kann Menschen um den Schlaf bringen.

Wieso ich solche negativen Beispiele bringe? Ganz einfach: Sie verdeutlichen, dass Reizwörter in der Lage sind, alle rationalen Blockaden zu durchbrechen und uns direkt im Zentrum unserer Gefühle treffen. Und wo kommt die Kreativität her? Genau: aus dem Bauch! Um die Kreativität wach zu kitzeln und Ideen zu entwickeln, kannst du dir also die Macht der Reizwörter zunutze machen und deinem Bauch Input geben, mit dem er spielen kann, bis ein Kunstwerk wieder raus kommt!

Reizwörter können also durchaus positiv sein. Sehr positiv. Im Kreativcoaching werden sie eingesetzt, um neue Ideen, Kampagnen oder Produkte zu entwickeln. Jeder gute Verkäufer hat gelernt, positive Reizwörter konstruktiv zu nutzen, um beim Kunden angenehme Gefühle auszulösen. Es liegen Welten zwischen „Eigentlich könnte ich eventuell ein paar Schuhe auf Lager haben, die Ihnen gefallen würden, ich bin aber nicht sicher, ob ich sie holen sollte … “ und „Jetzt weiß ich, was Sie brauchen, ich hole es sofort!“ Der erste Satz weckt sofort Zweifel im Kunden, wenn der Verkäufer sich so unsicher ist, ist der Kunde es erst recht. Der zweite Satz strahlt Sicherheit und Selbstvertrauen aus. Selbstvertrauen und klare Worte sind übrigens auch ein wichtiger Schlüssel für Kreative, die ihre Arbeiten gern verkaufen möchten. Zweifeln kann man ja heimlich zu Hause! 😉

Worte setzen also immer kreative Denkprozesse in Gang. Wenn wir sie richtig einsetzen, um neue Ideen zu entwickeln, überraschen sie uns auf ungeahnte Weise. Dazu ist es allerdings wichtig, Reizwörter „von außen“ zu bekommen. Wenn du Wörter wählst, die du dir selbst ausgedacht hast, ist dein Gehirn schon in Vorleistung getreten und die frische Spontanität ist dahin. Du brauchst also für die Ideenfindung „unverbrauchte“ Wörter, die dein Denken dazu anregen, die gewohnten Hauptstraßen zu verlassen und die verwunschenen Trampelpfade deines Ideenzentrums zu erkunden.

Wo bekomme ich meine Reizwörter her?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Worte zu finden, die deine Fantasie anregen und zum Tanzen bringen. Dich auf drei Wörter zu beschränken, reicht vollkommen aus, um eine Bildidee oder eine Geschichte zu entwickeln. Drei ist auch eine gute Zahl, um deiner Kreativität frisches Futter für völlig neue Verknüpfungen zu geben. Denn unser Gehirn versucht immer, einen Sinn zu erkennen, und wenn der nicht da ist, wird er eben entwickelt! Wo zum Beispiel ist für dich persönlich der Zusammenhang zwischen Vase – Banane – Rasenmäher? Finde es raus!

Um deine drei Wörter zu finden, kannst du drei verschiedene Menschen bitten, dir jeweils ein Wort zu sagen. Wenn gerade niemand da ist, kannst du einen Spaziergang machen und die ersten drei Substantive aufschnappen, die du auf der Straße hörst. Du kannst auch an Schietwettertagen am Radio drehen und dir die ersten drei Wörter notieren, die du auf verschiedenen Sendern hörst. Du kannst mit geschlossenen Augen ein Buch aufschlagen und dreimal auf eine Seite tippen, um deine Wörter zu finden. Vielleicht setzt auch die Jagd nach Wörtern bei dir schon kreative Ideen in Gang?

Und was mache ich jetzt damit?

Ganz einfach: du spielst! Du bist völlig frei im Denken bei deinem ganz persönlichen Ideen-Spiel, schließlich musst du nicht deinen Chef beeindrucken, eine gute Note bekommen oder ein bahnbrechendes Produkt entwickeln, es geht dir allein darum, entspannt und mit Witz kreativ zu spielen und den Musen zu zeigen: Hey, Leute, ich bin bereit, ich mein es ernst! 😉

Und die Ideen werden kommen. Je mehr du dich entspannst und je spielerischer du mit deinen drei Wörtern umgehst und dich von deinem eigenen Anspruch, dass immer alles „zu etwas gut sein muss“ frei machst, umso leichter rutscht du in den Zustand der aktiven Entspannung, in dem die Ideen für kreative Projekte wie bunte Flummis durch die Gegend springen.

Wenn du jetzt noch einen letzten Schubs brauchst, um aktiv zu werden, kannst du hier eine Reizwortgeschichte von mir lesen, die nie entstanden wäre, wenn ich mir nicht die Zeit genommen hätte, um mit dieser großartigen Kreativtechnik zu spielen. Hast du auch „Reizwort-Produkte“, von denen du uns berichten möchstest, noch Fragen zu der Technik oder Anregungen für die Reizwortsuche? Dann nutz die Kommentarfunktion, ich freu mich drauf!

Kreativer Freitag: Unter der Oberfläche …

Schwanensee Karikatur Elisa Groka

Die bisher unbekannte Szene aus Schwanensee – jetzt entdeckt!

Liebe Kreativbande,

endlich wieder Freitag! Und diese Woche lautet der Kreativkick zum Malen, Zeichnen, Basteln, Schreiben, Fotografieren oder was immer ihr tun wollt: Unter der Oberfläche!

Unter der Oberfläche? Was könnte das sein? Was meint Frau Groka denn damit? Eine Wasseroberfläche? Die Baumrinde, unter der schmatzend die dicke Made wohnt? Das fröhliche „Herzlich willkommen“-Schild an der Tür der schlecht gelauntesten Nachbarin, die uns je begegnet ist? Unser eigenes Schutzschild-Lächeln, wenn der Chef mal wieder ungerechtfertigt meckert? Welche Oberfläche denn jetzt?

Ganz einfach: Die, zu der du gerne einen kreativen Ausdruck suchen und finden möchtest! Oberflächen sind deshalb so ein spannendes Thema, weil der Name schon sagt, dass darunter immer etwas los ist. Es kann brodeln, schäumen, blubbern, gluckern, tosen oder einfach nur verträumt daliegen … Mann kann von oben aufs Wasser blicken und geblendet von der Oberfläche gar nicht sehen, was für tolle bunte Fische und verrückte Krabben sich darunter tummeln.

Also, lasst uns unter die Oberflächen gucken und davon träumen, was drunter sein könnte! Ich weiß diese Woche ausnahmsweise schon genau, was ich malen will und bin sicher, dass ich das Bild mal wieder nicht so hinkriegen werde, wie ich es mir im Kopf vorstelle. Aber hält mich das ab? Nö! 😉

Ich freue mich auf eure Ideen und hoffe, ihr habt eine spaßige, kreative Woche!