Kreativer Freitag: Lesen!

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Kreativer Freitag: Lesen!

Liebe Kreativbande!

Heya, es ist wieder ein Kreativer Feier-, äh, Freitag! Und heute habe ich uns das Thema „Lesen“ ausgesucht! Wir alle lesen den ganzen Tag, ob wir es wollen oder nicht, sogar, ob wir es bemerken oder nicht! Denn lesen kann man eigentlich alles …

Wir lesen Verkehrsschilder, Nebenwirkungen und Risiken, Zubereitungshinweise auf der Pizzaverpackung, Weltliteratur, Blogs, höhö, Zeitungsartikel, eMails, wir lesen eigentlich ununterbrochen. Man kann aber noch viel mehr lesen als Buchstaben! Man kann Fährten lesen, in den Augen seiner Mitmenschen, die Zukunft in den Sternen oder die Vergangenheit im Gesicht eines geliebten Menschen. Was liest du am liebsten?

Tobt euch aus, malt, zeichnet, schreibt, bastelt oder tanzt euren Namen (natürlich erst, nachdem ihr ihn gelesen habt, hihi!), lasst euren kreativen Ideen freien Lauf und ich freue mich, wenn ihr eure Ergebnisse hinterher postet – denn ich liebe es, in euren Bildern zu lesen! 😀

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Wie du mit Reizwörtern kreative Blockaden auflöst

Karikatur Frau Schmittenköttler Elisa Groka Kohlezeichnung

Frau Schmittenköttler wartet auf den Kuss der Muse – was für ein Frust!

Liebe Kreativbande!

Kennt ihr das auch? Es wäre der perfekte Tag, um künstlerisch aktiv zu werden. „Man“ könnte heute so ein schönes Bild malen, oder eine spannende Geschichte schreiben, mit dem Grafikprogramm spielen oder dem Ton im Materialschrank modellieren, aber irgendwie … Ja, irgendwie fehlt die Idee, um den richtigen Schwung zu entwickeln und einfach loszulegen. Dabei weißt du genau, wie gut es dir tun würde, mal wieder aus dem Alltagsstress auszusteigen, alles andere zu vergessen und im totalen Flow etwas einzigartiges zu erschaffen. Aber der Kuss der Muse will einfach nicht kommen. Was kann man also tun, um die Muse anzulocken?

Musen sind sehr empfindsame Wesen, die sich ungern aufdrängen. Wenn sie das Gefühl haben, dass jemand sich nicht ganz sicher ist, ob er geküsst und inspiriert werden will, lassen sie sich lieber nicht blicken und schenken die Inspiration lieber jemand anderem, der mit Freude etwas daraus machen wird. Denn kreative Ideen sind kostbar und sollen auch ins Leben geholt werden. Wenn die Inspiration also einfach nicht kommen will, müssen wir den Musen zeigen, dass wir es ernst meinen und wirklich kreativ werden wollen. Ein unwiderstehlicher Köder für die zarte Inspiration sind Reizwörter, mit denen du ganz leicht arbeiten kannst, um den Flow herbei zu zaubern.

Was sind Reizwörter und wie funktionieren sie?

Ich gebe zu, für manche Menschen ist schon das Wort „Reizwort“ ein Reizwort. Vielleicht hast du selbst oder mit deinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass das Schreiben von „Reizwortgeschichten“ in der Grundschule regelmäßig zu Tränen und schlechten Noten führte. Vielleicht verbindest du mit Reizwörtern auch ausschließlich Negatives. Es gibt schließlich Reizwörter, auf die viele Menschen aus Erfahrung geradezu allergisch reagieren, besonders, wenn sie in einer Kombination auftreten, die Gefühle auslöst. Schwiegermutter – Besuch – Kritik zum Beispiel ist für viele eine Wortkette, die unangenehme Assoziationen auslöst! Scheidungsanwalt – Sorgerecht – Schulden kann Menschen um den Schlaf bringen.

Wieso ich solche negativen Beispiele bringe? Ganz einfach: Sie verdeutlichen, dass Reizwörter in der Lage sind, alle rationalen Blockaden zu durchbrechen und uns direkt im Zentrum unserer Gefühle treffen. Und wo kommt die Kreativität her? Genau: aus dem Bauch! Um die Kreativität wach zu kitzeln und Ideen zu entwickeln, kannst du dir also die Macht der Reizwörter zunutze machen und deinem Bauch Input geben, mit dem er spielen kann, bis ein Kunstwerk wieder raus kommt!

Reizwörter können also durchaus positiv sein. Sehr positiv. Im Kreativcoaching werden sie eingesetzt, um neue Ideen, Kampagnen oder Produkte zu entwickeln. Jeder gute Verkäufer hat gelernt, positive Reizwörter konstruktiv zu nutzen, um beim Kunden angenehme Gefühle auszulösen. Es liegen Welten zwischen „Eigentlich könnte ich eventuell ein paar Schuhe auf Lager haben, die Ihnen gefallen würden, ich bin aber nicht sicher, ob ich sie holen sollte … “ und „Jetzt weiß ich, was Sie brauchen, ich hole es sofort!“ Der erste Satz weckt sofort Zweifel im Kunden, wenn der Verkäufer sich so unsicher ist, ist der Kunde es erst recht. Der zweite Satz strahlt Sicherheit und Selbstvertrauen aus. Selbstvertrauen und klare Worte sind übrigens auch ein wichtiger Schlüssel für Kreative, die ihre Arbeiten gern verkaufen möchten. Zweifeln kann man ja heimlich zu Hause! 😉

Worte setzen also immer kreative Denkprozesse in Gang. Wenn wir sie richtig einsetzen, um neue Ideen zu entwickeln, überraschen sie uns auf ungeahnte Weise. Dazu ist es allerdings wichtig, Reizwörter „von außen“ zu bekommen. Wenn du Wörter wählst, die du dir selbst ausgedacht hast, ist dein Gehirn schon in Vorleistung getreten und die frische Spontanität ist dahin. Du brauchst also für die Ideenfindung „unverbrauchte“ Wörter, die dein Denken dazu anregen, die gewohnten Hauptstraßen zu verlassen und die verwunschenen Trampelpfade deines Ideenzentrums zu erkunden.

Wo bekomme ich meine Reizwörter her?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Worte zu finden, die deine Fantasie anregen und zum Tanzen bringen. Dich auf drei Wörter zu beschränken, reicht vollkommen aus, um eine Bildidee oder eine Geschichte zu entwickeln. Drei ist auch eine gute Zahl, um deiner Kreativität frisches Futter für völlig neue Verknüpfungen zu geben. Denn unser Gehirn versucht immer, einen Sinn zu erkennen, und wenn der nicht da ist, wird er eben entwickelt! Wo zum Beispiel ist für dich persönlich der Zusammenhang zwischen Vase – Banane – Rasenmäher? Finde es raus!

Um deine drei Wörter zu finden, kannst du drei verschiedene Menschen bitten, dir jeweils ein Wort zu sagen. Wenn gerade niemand da ist, kannst du einen Spaziergang machen und die ersten drei Substantive aufschnappen, die du auf der Straße hörst. Du kannst auch an Schietwettertagen am Radio drehen und dir die ersten drei Wörter notieren, die du auf verschiedenen Sendern hörst. Du kannst mit geschlossenen Augen ein Buch aufschlagen und dreimal auf eine Seite tippen, um deine Wörter zu finden. Vielleicht setzt auch die Jagd nach Wörtern bei dir schon kreative Ideen in Gang?

Und was mache ich jetzt damit?

Ganz einfach: du spielst! Du bist völlig frei im Denken bei deinem ganz persönlichen Ideen-Spiel, schließlich musst du nicht deinen Chef beeindrucken, eine gute Note bekommen oder ein bahnbrechendes Produkt entwickeln, es geht dir allein darum, entspannt und mit Witz kreativ zu spielen und den Musen zu zeigen: Hey, Leute, ich bin bereit, ich mein es ernst! 😉

Und die Ideen werden kommen. Je mehr du dich entspannst und je spielerischer du mit deinen drei Wörtern umgehst und dich von deinem eigenen Anspruch, dass immer alles „zu etwas gut sein muss“ frei machst, umso leichter rutscht du in den Zustand der aktiven Entspannung, in dem die Ideen für kreative Projekte wie bunte Flummis durch die Gegend springen.

Wenn du jetzt noch einen letzten Schubs brauchst, um aktiv zu werden, kannst du hier eine Reizwortgeschichte von mir lesen, die nie entstanden wäre, wenn ich mir nicht die Zeit genommen hätte, um mit dieser großartigen Kreativtechnik zu spielen. Hast du auch „Reizwort-Produkte“, von denen du uns berichten möchstest, noch Fragen zu der Technik oder Anregungen für die Reizwortsuche? Dann nutz die Kommentarfunktion, ich freu mich drauf!